
Unsere Laufveranstaltungen
Medaillenjagd im Olympiajahr - Beitrag der MZ vom 13.01.2012
BITTERFELD/MZ. Das Jahr 2012 ist ein Olympiajahr. Die Spiele in London werden im Sommer wieder Milliarden Menschen auf der ganzen Welt faszinieren. So auch Jana Zinnecker, Jörg Lipka und Irmgard Klotsch. Die Schwimmerin aus Holzweißig, der Läufer aus Bitterfeld und die Bosselspielerin aus Köthen haben sich mit Marcus Bräuer, Christian Kattner und Daniel George über ihr Sportjahr 2012 unterhalten. Und während die eine daran arbeitet, eines Tages selbst einmal dabei zu sein, glaubt die andere, wenn ihre Sportart olympisch wäre, gebe es eine Reihe von Köthener Olympioniken.
"Ich will Profi werden"
Das letzte Jahr war schon ein tolles für Jana Zinnecker. Die Schwimmerin des Bitterfelder SV, die auf das Sportinternat in Halle geht, holte bei den Deutschen Jahrgangsmeisterschaften Gold über 100 und 200 Meter Schmetterling. Zudem holte sie bei den Landesmeisterschaften ihre ersten Medaillen. "Ich hätte nicht gedacht, dass es so gut läuft", sagt Jana, "ich war sehr zufrieden." Doch auf den Erfolgen ausruhen, das passt nicht zu Jana Zinnecker. Vielmehr haben die sportlichen Erfolge im letzten Jahr ihren Ehrgeiz weiter wachsen lassen. "Ich will wieder zu den Deutschen Meisterschaften", sagt sie.
Die Olympischen Spiele im Sommer wird sie mit Interesse verfolgen. Und wann wird die Dreizehnjährige selbst bei einer Olympiade starten? Jana Zinnecker überrascht mit einer reifen Antwort. "Es wäre schön, einmal dabei zu sein. Aber um dahin zu kommen, muss man sehr früh und viel trainieren." Und das tut Jana Zinnecker. Nach dem Aufstehen wird trainiert, danach geht es in die Schule. Wenn die letzte Stunde vorbei ist, geht es wieder in die Schwimmhalle. Ein großes Pensum für eine Heranwachsende.
Aber Jana Zinnecker wirkt so, als würde sie das wollen. Sie hat sich das ausgesucht. "Ich will Profi werden", sagt sie selbstbewusst. Sie weiß, was sie dafür tun muss.
Einmal in der Woche hat Jana trainingsfrei. "Wegen der Belastung", sagt sie. Doch nichts tun, dass gibt es für die Dreizehnjährige nicht. "Wir müssen auch im Internat unser Zimmer aufräumen." Den trainingsfreien Nachmittag nutzt sie dann dafür. Oder für Schulaufgaben und Lernen. Ihre Eltern kommen sie dann auch besuchen.
Um es in einer Sportart wie Schwimmen zu den Olympischen Spielen zu schaffen, braucht es vor allem viel Disziplin. Im Gespräch hat Jana Zinnecker den Eindruck hinterlassen, dass sie das verinnerlicht hat.
Der Weg zurück zur Fitness
Untätig war Jörg Lipka im vergangenen Jahr nicht. Als Cheforganisator des Goitzschesee-Rundlaufes und wichtiger Teil des Bitterfelder SV 2000 bei der Organisation von anderen Veranstaltungen wie dem Goitzsche-Marathon war er selbst nicht so oft wie gewohnt auf der Laufstrecke. Das hat Lipka auch gemerkt: "Ich hatte fast komplett mit dem Training aufgehört und fünf Kilogramm zugenommen." Die körperliche Fitness, die ihn als Ringer und Läufer eigentlich auszeichnete, war ihm abhanden gekommen. "Nach sieben Jahren als Organisationsleiter beim Goitzschesee-Rundlauf möchte ich beim achten Mal als Läufer am Start stehen", so Lipka. Das teilte er auch im vergangenen Jahr den anderen Vereinsmitgliedern mit.
Mittlerweile findet man Jörg Lipka wieder auf den Strecken der Region. "Ich muss aber erst einmal wieder in Schwung kommen", so Lipka. Doch das Laufen allein scheint ihm nicht zu reichen. Auch auf der Ringermatte bringt sich Jörg Lipka wieder in Form. Auch wenn er seinen Rücktritt vom aktiven Ringersport bereits vor mehreren Jahren verkündete, so lässt ihn dieser Sport noch immer nicht los: "Es ist einfach ein toller Sport, nur leider haben wir keinen Trainer in Bitterfeld." Und auch keinen aktiven Ringer im Wettkampfbetrieb. Im vergangenen Jahr mussten die Bitterfelder die jahrelang bestehende Wettkampfgemeinschaft mit Dessau auflösen. Doch ein Comeback auf der Ringermatte unter Wettkampfbedingungen kann sich Jörg Lipka nicht vorstellen: "Wettkampfringen ist etwas anderes als das Training."
Im Moment genießt Jörg Lipka aber die zurückgewonnene Zeit für das individuelle Training. Mit persönlichen Zielen für das neue Jahr hält er sich als Läufer aber zurück: "Ich werde drei bis vier Monate brauchen, um wieder fit zu sein." Danach strebt er aber durchaus vordere Platzierungen an, wird auch bei ihm wieder der normale sportliche Ehrgeiz zu Tage treten.
Eine Veranstaltung, bei der es nicht um eine gute Platzierung, sondern um das Gemeinschaftsgefüge geht, ist jetzt bereits fest in seinem Laufkalender 2012 verankert: der Harzgebirgslauf. Der findet jedoch erst gegen Ende des Jahres statt. Die Olympischen Spiele können ihm als Motivation dienen. Es gibt einige Dinge auf der Trainings- und Laufliste abzuarbeiten.
