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Sport und Toleranz gehört zusammen
Sekundarschule Muldenstein hat jetzt Partnerschaft mit kenianischen Schülern.
MULDENSTEIN/MZ - Neben dem Walther-Rathenau-Gymnasium Bitterfeld hat nun auch die Sekundarschule Muldenstein einen Partnerschaftsvertrag mit einer Schule in Kenia. Tegla Loroupe, die Präsidentin der von ihr gegründeten Peace Foundation, Weltklasse-Marathonläuferin und Gründerin ihrer eigenen Schule, unterzeichnete gestern mit Schuldirektor Detlef Schneider das Dokument.
Diese Freundschaft passe sehr gut in das Konzept der Schule, die erst vor 14 Tagen den Titel „Schule ohne Rassismus - Schule mit Courage“ erhalten hat, sagte der Direktor. Auch der vor kurzem durchgeführte „Afrika-Tag“ habe das große Interesse der Schüler an Kenia gezeigt.
Die kenianische Sportlerin zeigte sich beeindruckt von der Größe der Muldensteiner Schule und ihren interessierten Schüler. „Ich freue mich darauf, dass wir uns durch diese Partnerschaft nicht nur näher kennen lernen, sondern dass wir hoffentlich auch die Konflikte in unserem Land besiegen können.“ Der Sport helfe dabei, sich gegenseitig anzuerkennen und zu tolerieren, meinte sie.
Staunen und Begeisterung löste der Dank von Tegla Loroupe an die Eltern aus. „Sagt ihnen Danke, dass ihr hier in Frieden lernen dürft“, meinte sie mit Blick auf ihr Heimatland, das sehr stark von Unruhen geprägt war. Man könne sich gar nicht vorstellen, dass sich Menschen dafür bedanken, in Frieden leben und lernen zu dürfen, sagte Schulleiter Schneider. Doch es sei leider so.
Peter Junge, der Vorsitzende des Bitterfelder Sportvereins 2000, hatte in einer kurzfristigen Aktion diese Partnerschaft vorbereitet und initiiert. „Das ging alles sehr schnell“, sagt Detlef Schneider. „Dennoch freuen wir uns, dass nun auch wir als Schule Partner in Kenia haben, von denen man eine ganze Menge lernen kann.“
„Dann spart mal alle schön, damit ihr der Einladung von Tegla Loroupe folgen könnt“, sagte Schneider. Die Marathonläuferin hatte alle nach Kenia eingeladen, um ihnen dort das Land und vor allem die Leute zu zeigen. „Wenn ich wieder in Deutschland bin, dann komme ich euch besuchen“, rief sie den Kindern beim Abschied zu. Wenn alles klappt, wird das schon anlässlich des Bitterfelder Hafenfestes am 23. Juni dieses Jahres sein.
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